Man kann Hass Reden oder Mobbing bei Social Medien auch melden. Wie man es macht, zeigen wir es unten:

1.) Facebook:

1.1. Beitrag melden

Neben Name —> Rechte Seite —> ••• drücken
—->“Support erhalten oder Beitrag melden“
—-> „Hassrede“ + „Problem“ + Senden

1.2. Kommentar melden

Fest auf Kommentar drücken —-> Support erhalten oder Kommentar melden —> „Hassrede“ + Problem + Senden

2. Instagram

2.1. Beitrag melden

Neben der Name —-> drücken auf ••• —-> melden

—-> „Hassrede oder -Symbole“ oder „Belästigung oder Bullying“
Melden und Blockieren

2.2. Kommentar melden

Kommentar scrollen (linke Seite) —> „Ausrufezeichen“ ! —-> „Anstößige Inhalte“ —-> Hassrede —> melden

3. Twitter

3.1. Tweet melden

Tweet melden
„Fällt unter das Netzwerkdurchsetzungsgesetz“

4. Whats App : Bei Whats App kann man nur Kontakt melden.

Kontakt melden

Tipps : 1. Nicht nur melden, sondern auch Screenshot machen als Beweismaterial.

2. Niemals Nachrichten mit der Namen (von Tätern) veröffentlichen. Dies stößt gegen Privatsphäre, was auch ein Straftat ist.

3. Bei Polizei melden. Am schnellsten, wie möglich

4. Vorfall auf unsere Seite melden, dann helfen wir ihnen weiter https://nohateme.com/?page_id=36


Weitere rechtliche Informationen: (advocado.de)

Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (komplett: Gesetz zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken) ist am 1. Januar 2018 in Kraft getreten. Die Anbieter sozialer Netzwerke, darunter Twitter, Facebook und YouTube, sind seitdem verpflichtet, „offensichtlich rechtswidrige Inhalte“ innerhalb von 24 Stunden nach Eingang einer Beschwerde zu entfernen oder zu sperren.

Anleitungen zu schweren Straftaten, Volksverhetzung, die Verbreitung verbotener Symbole – das sind nur einige Beispiele für Beiträge, die nach dem NetzDG zu sperren sind. Wer es genau wissen will, findet im Gesetz: „Rechtswidrige Inhalte sind Inhalte, die den Tatbestand der §§ 86, 86a, 89a, 91, 100a, 111, 126, 129 bis 129b, 130, 131, 140, 166, 184b in Verbindung mit 184d, 185 bis 187, 201a, 241 oder 269 des Strafgesetzbuchs erfüllen.“

Was passiert mit Anzeige weiter? : Die Polizei leitet die Ermittlungen bei einer Anzeige wegen Beleidigung nur dann ein, wenn Geschädigte zusätzlich einen Strafantrag stellen. Denn: Beleidigung ist nach § 194 StGB ein sogenanntes Antragsdelikt und wird nur auf ausdrücklichen Wunsch des Geschädigten verfolgt.
Die Polizei fordert nach Anzeige und Strafantrag den Beschuldigten auf, sich schriftlich zu den Vorwürfen zu äußern. Sind Zeugen angegeben, befragt die Polizei auch diese. Die Ergebnisse der Ermittlungen legt die Polizei der Staatsanwaltschaft vor.
Die Staatsanwaltschaft entscheidet anhand der Ermittlungsakte über Folgendes:
Einstellung des Verfahrens: Wenn die Staatsanwaltschaft keinen hinreichenden Tatverdacht sieht, stellt sie das Verfahren ein – etwa wenn so wenig Beweise vorliegen, dass eine Verurteilung durch das Gericht unwahrscheinlich ist. Auch bei Ersttätern und nur leichten Beleidigungsdelikten kann sie das Verfahren einstellen und Geschädigte auf die Privatklage verweisen.
Einstellung des Verfahrens unter Auflagen: Sie kann das Verfahren ebenso unter bestimmten Auflagen einstellen, etwa wenn der Täter eine Summe an eine gemeinnützige Organisation zahlt oder gemeinnützige Arbeit leistet – der Beschuldigte muss dem jedoch zustimmen.
Einreichung der Klageschrift: Besteht hinreichender Tatverdacht, ein Interesse an einer Strafverfolgung und ist eine Verurteilung durch das Gericht wahrscheinlich, erhebt die Staatsanwaltschaft öffentliche Klage.
Reicht die Staatsanwaltschaft eine Klageschrift bei Gericht ein, wird der Beschuldigte informiert und kann Einwände gegen die Anklage vorbringen. Das Gericht entscheidet dann über Folgendes:
Strafbefehl: Bei einem Strafbefehl entscheidet das Gericht nur auf Aktenlage und ohne mündliche Hauptverhandlung über das Strafmaß – dies kann eine Geldstrafe oder z. B. auch ein Fahrverbot wegen Beleidigung im Straßenverkehr sein.
Hauptverhandlung: Beide Seiten können sich während der Gerichtsverhandlung zu den Vorwürfen äußern. Der Richter entscheidet anschließend über einen Freispruch oder das Strafmaß.

Nach § 185 StGB ist bei einer Anzeige wegen Beleidigung eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu 1 Jahr möglich – bei tätlichen Beleidigungen wie dem Anspucken des Opfers sind bis zu 2 Jahre möglich. Ersttäter erhalten überwiegend Geldstrafen.

Es gibt keinen festgelegten Bußgeldkatalog wie im Straßenverkehr – das Gericht entscheidet für jeden Einzelfall anhand der Schwere und des Kontexts der Beleidigung sowie den Vorstrafen des Täters über das Strafmaß. Die Geldstrafe bemisst sich in Tagessätzen und ist vom monatlichen Einkommen abhängig

Bei besonders schwerwiegenden Verletzungen des Persönlichkeitsrechts können Geschädigte bei längerfristigen psychischen Schäden auch ein Schmerzensgeld zugesprochen bekommen.
Dazu muss ein psychologisches Gutachten einen erheblichen Leidensdruck und Folgeschäden durch die Beleidigung nachweisen. Das Gericht berücksichtigt auch, wie nachhaltig die Rufschädigung ist und vor wie vielen Personen die Beleidigung stattfand.
Praxisbeispiel: Während einer Dienstberatung stellte ein Vorgesetzter seine Arbeitnehmerin mit der Scheibenwischergeste vor dem Kollegium bloß. In der Folgezeit bekam die Arbeitnehmerin psychische Probleme und ging in Frühpension. Sie bekam ein Schmerzensgeld von 1.000 € zugesprochen (OLG Koblenz, Az. 1 U 1161/04).

Mehr über Schmerzensgeld: https://www.advocado.de/ratgeber/schmerzensgeldrecht/einforderung/schmerzensgeld.html

Damit eine Anzeige wegen Beleidigung strafrechtliche Konsequenzen für den Beleidigenden hat, müssen Geschädigte nach § 194 StGB zusätzlich zur Anzeige einen Strafantrag stellen – erst dann leiten die Behörden die Strafverfolgung ein.
Die Anzeige wegen Beleidigung und den erforderlichen Strafantrag können Sie erstatten bei:
der örtlichen Polizeibehörde
der Staatsanwaltschaft
dem zuständigen Amtsgericht

Die Behörden halten die entsprechenden Formulare bereit. Der Strafantrag und die Anzeige wegen Beleidigung verursachen keine Kosten.

Kennen Sie den Täter nicht – z. B. bei einer Anzeige wegen Beleidigung im Internet – ist die Anzeige auch gegen Unbekannt möglich. Die Behörden versuchen dann, den Täter über die IP-Adresse ausfindig zu machen und leiten die Ermittlungen ein.

Beweispflicht
Die Beweispflicht liegt bei Ihnen, d. h. Sie sollten bei einer Anzeige die Beleidigung beweisen können. Notieren Sie z. B. den exakten Wortlaut der Herabwürdigung und heben Sie beleidigende WhatsApp-Nachrichten oder E-Mails auf.
Außerdem ist eine Anzeige wegen Beleidigung mit Zeugen, die Ihre Aussage stützen, vorteilhaft. Bei einer Anzeige wegen Beleidigung ohne Zeugen steht Aussage gegen Aussage – die Erfolgsaussichten sind deutlich geringer.

Der Strafantrag ist bei Anzeige wegen Beleidigung mit einer Frist von 3 Monaten zu stellen. Die Frist beginnt, sobald Sie von der Beleidigung oder dem Täter erfahren.
Beispiel: A hat vor 2 Jahren regelmäßig beleidigende Briefe erhalten. Erst jetzt erfährt A, dass B dafür verantwortlich ist. Obwohl die Briefe schon länger zurückliegen, kann A nun noch 3 Monate lang einen Strafantrag stellen.