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Cyber-Mobbing

Stoppt digitales Mobbing

1. Was ist digitales Mobbing?
Digitales oder Cyber-Mobbing (Synonym zu Cyber-Bullying) ist das absichtliche Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen anderer mithilfe von Mobiltelefondiensten oder Internet über einen längeren Zeitraum hinweg.

2. Wieso ist es ein Thema und wo findet es statt?
Cyber-Mobbing findet im Internet (bspw. in sozialen Netzwerken, in Video-Portalen) und über Smartphones durch Instant-Messaging-Anwendungen wie WhatsApp, lästige Anrufe etc. statt. Oft handeln Täter*innen anonym, sodass der/die Betroffene nicht weiß, von wem genau die Angriffe stammen.
Gerade bei Cyber-Mobbing unter Kindern und Jugendlichen kennen der Geschädigte und Täter*innen einander meist aus dem „realen“ persönlichen Umfeld wie z.B. der Schule, dem Wohnviertel, dem Dorf oder der ethnischen Community. Die Betroffenen haben deshalb fast immer einen Verdacht, wer hinter den Attacken stecken könnte.

3. Was ist ein aktueller Brennpunkt?
Schulen sind besonders betroffen. In den Schulen sind die Sozialpädagogen, Psychologen und Sozialarbeiter noch nicht aufgeklärt, was genau Cyber-Mobbing ist, da man es „online“ am wenigsten mitbekommt, und was der Unterschied zwischen dem klassischen Mobbing und Cyber-Mobbing ist.
Das Schlimmste bei Cyber-Mobbing ist, dass die Täter die Menschen psychisch zerstören, das kann auch über längere Zeit andauern. Andere sexuelle Orientierung, Herkunft, Hautfarbe, Körpertyp, etc., also, wenn man etwas anders ist, reicht das meist als Ziel für Täter.
Cyber-Mobbing hat einen starken psychischen Effekt der die Leidtragenden stark beeinflusst. Dann fragen sich auch Eltern, was sie machen können. Suizidale Fälle sind aufgrund von Mobbing heutzutage häufig gesehen. Es gibt sehr wenige Kampagnen und Projekte in diesem Bereich. Es ist äußerst wichtig, darüber zu reden, zu informieren und zu helfen. Ohne gemeinsames gesellschaftliches Arrangement wird der Zusammenhang in der Gesellschaft nicht funktionieren.

4. Nimmt digitales Mobbing zu?
Im Rahmen der JIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest wird seit 1998 der Umgang von 12- bis 19-Jährigen mit Medien und Information repräsentativ abgebildet. Hierbei wird seit mehreren Jahren auch nach dem Thema Cyber-Mobbing gefragt.
In der Altersgruppe der 12- bis 19-Jährigen geben zwei Fünftel (37 %) an, dass in ihrem Bekanntenkreis schon einmal jemand im Internet oder per Handy fertig gemacht wurde. Mädchen haben dies mit 42 Prozent schon häufiger mitbekommen als Jungen (31 %).
Je älter die Jugendlichen sind, desto höher ist der Anteil derer, die schon von so einem Fall erfahren haben. Ob dies nun an der größeren Lebenserfahrung und dem größeren Freundeskreis der Älteren liegt, oder ob dies dort häufiger vorkommt, kann an dieser Stelle nicht festgestellt werden. Bei der Betrachtung des Bildungshintergrunds zeigt sich, dass an Gymnasien mit 33 Prozent weniger Jugendliche von dieser Problematik betroffen sind als bei den Schultypen Real-/ Hauptschule (45 %).

Quellen: klicksafe.eu ; http://www.mpfs.de/startseite/